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HPV was ist das?
Die Abkürzung HPV steht für humanes Papilloma-Virus. Humane Papillomaviren gehören zu den häufigsten sexuell übertragenen Infektionen im Genitalbereich. Bestimmte Typen spielen eine entscheidende Rolle bei der Entstehung des Gebärmutterhals- und Scheidenkrebses, aber auch bei bösartigen Erkrankungen der Schamlippen, des Afters und des Penis. HPV sind weltweit verbreitet. Im Alter zwischen 20 bis 25 Jahren liegt der Häufigkeitsgipfel der Infektion. Bei Frauen unter 30 Jahren liegt die Infektionsrate bei bis zu 25 %. Das Risiko sich mit HPV zu infizieren steigt mit der Anzahl der Sexualkontakte. Bislang konnten mehr als 100 verschiedene HPV-Typen isoliert werden.
Unter den für den Menschen bedeutsamen HPV-Typen unterscheidet man zwischen den sogenannten low-risk- (niedriges Risiko) und den (hohes Risiko) high-risk-Virus-Typen.

Die als low-risk-Typ bezeichneten HPV-Typen infizieren den Genitalbereich und verursachen dort gutartige Warzen, die so genannten Condylomata accuminata.

Die als high-risk-Typ bezeichneten HPV-Typen spielen eine Rolle in der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs und seinen Vorstufen. Bei etwa 80% der HPV-infizierten Frauen kann die körpereigene Immunabwehr die Infektion meist innerhalb eines Jahres erfolgreich bekämpfen. Bei den restlichen 20% entwickelt sich eine chronische Infektion, die über Jahre fortbesteht und die bei 5% dieser chronisch infizierten Frauen zu Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs führen kann. Diese Vorstufen vom Gebärmutterhalskrebs werden beim Krebsabstrich (Pap-Abstrich) im Rahmen der jährlichen Krebsvorsorge erkannt und können gezielt und rechtzeitig vor dem Entstehen einer Krebserkrankung behandelt werden.

Ein auffälliges Ergebnis bei dieser Untersuchung kann durch einen zusätzlichen HPV-Test bestätigt oder entkräftet werden. Solange also keine high-risk-HPV-Typen nachweisbar sind, ist das Krebsrisiko auch bei leicht auffälligem Krebsabstrich als sehr gering einzustufen.

HPV können desweiteren Genitalwarzen, Zwischenblutungen, Brennen und Juckreiz hervorrufen. Meistens aber verursacht die teilweise auch jahrelang zurückliegende Infektion keine Beschwerden. Häufig, aber nicht immer, können durch die gynäkologische Untersuchung mittels Lupenbetrachtung oder durch den Krebsabstrich Auffälligkeiten festgestellt werden, die auf eine HPV-Infektion hinweisen. Sollte bei dem Test der Nachweis von high-risk-Virus-Typen erbracht werden, so ist dies noch kein Anlass zur Beunruhigung - im Gegenteil, es bietet uns wertvolle Hinweise zur weiteren Vorgehensweise. Für Sie erhöht sich also die Chance für eine bestmögliche Krebsfrüherkennung und damit erfolgreiche Behandlung ganz wesentlich.

Der HPV-Abstrich wird derzeit nur bei ganz bestimmten Fragestellungen durchgeführt. Hierzu gehört insbesondere der auffällige Pap-Abstrich vom Muttermund (Gebärmutterhals) im Rahmen der jährlichen Routinekrebsvorsorge oder die Kontrolluntersuchung nach erfolgter Behandlung.

Eine Durchführung dieses Abstrichs ohne Indikation wird derzeit von den Fachgesellschaften nicht empfohlen, da es in der täglichen Praxis keine relevante Konsequenz hat. Außerdem kann ein ohne ersichtlichen Grund durchgeführter HPV-Abstrich, durch den high-risk-Virus-Typen nachgewiesen werden zu unnötiger Verunsicherung führen, ohne dass eine Behandlung indiziert ist. Allerdings kann der HPV-Abstrich als Selbstzahler-Leistung jeder Patientin angeboten werden.

Negatives Ergebnis Ist der HPV-Test negativ, das heißt, es wird keine HPV-Infektion nachgewiesen, ist das Risiko, in den nächsten Jahren an einem Krebs des Gebärmutterhalses zu erkranken, gering.

Positives Ergebnis Der Nachweis von HPV-high-risk-Typen bedeutet nicht, dass daraus generell eine Krebsvorstufe oder eine Krebserkrankung entsteht. Im Gegenteil: nur in 2-10 von 1000 Fällen der hochrisikopositiven Frauen kommt es tatsächlich zu einem Gebärmutterhalskrebs. Durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und Kontrollen können Krebsvorstufen frühzeitig erkannt, somit rechtzeitig behandelt und dadurch Gebärmutterhalskrebs verhindert werden.

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